GALAXY # Hide Yourself Away # Erklärungstext
Die Idee zu dem Stück kam mir als ich, aus Freude am Experimentieren, die Software-Version des legendären Roland-Space-Echo ausprobieren wollte. Ich hatte bereits in den 70er Jahren eine Spieltechnik entwickelt, die sozusagen das Echo der vorherigen Phrase als Riff für die nächste Phrase nutzen konnte. So spielt man quasi zwei oder drei Gitarren gleichzeitig zeitversetzt.

Die Technik hat sich allgemein als "Echoplay" etabliert und das Stück sollte auch tatsächlich zunächst "Echoplay" heißen. Der wohl berühmteste Vertreter des "Echoplay" ist wahrscheinlich "The Edge", der Gitarrist von U2. Aber auch im Jazz und in der experimentellen Musik gibt es immer wieder neue Varianten des Echoplay; bis hin zum "Dub-Style" im Raggae (z.B. Lee Perry).

Erst die Entscheidung aus dem Material so etwas wie "Fantasy-Pop" zu machen und einen bombasten Stil wie bei "YES" zu wählen ergab dann eine Fassung mit Gesang und Text.

Auf einer sehr einfachen "entspannten" Schlagzeug-Spur gesellt sich ein tanzender Funk-Bass. Der Synthesizer wiederum erinnert an den alten 303 bzw die Propellerhead-Version "Rebirth". Es handelt sich aber tatsächlich um eine moderne, vituelle Form des DX7. Eine Automatisierung im Sequenzer sorgt für die permanente Drehung am Cutoff-Regler des VCF.

Im Instrumental-Teil gibt es eine gnadenlos verzerrte Hammond B3 und einen Lead-Synth, der an den alten Moog erinnert. Im Grunde das Instrumentarium der 80er YES.

Die Stimmen sind: 2 x Synth, 2 x Vocoder und 2 x Naturstimme. (jedesmal ich selbst). Zusammen ergibt das dann einen chorähnlichen Klangkörper. Wie bei Karl Orff. Leider kann ich nicht so hoch singen, wie Jon Anderson. Daher die viele Technik. Theoretisch könnte man das auch mit einem 2 x2 Frauenchor realisieren. Da muss ich noch ein wenig aquirieren.

Der Text entstand, als ich nach einem Fim mit einer fantasy-typischen Schlachtenszene gesucht habe. Bei "Der Herr der Ringe" wurde ich fündig. So entstand auch die Zeile "You can't hide yourself away". Der Hobbit "Frodo Baggins" (sprich: Frodo Beutling) kann sich nicht verstecken. Er muss sich seiner Aufgabe stellen; ob er nun will oder nicht. Etwas, dass sich im Grunde auf unser aller Leben bezieht. So schreibt eigentlich jeder seinen eigenen ganz persönlichen Fantasy-Roman.

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